Vedas

Die Veden sind die heiligen Schriften des Universums. Die Veden wurden am Anfang des Kosmos geschaffen. Veda bedeutet das ewige Wort des Göttlichen. Es ist die Vision, Erleuchtung, Hingabe und Handlung.

Die Veden sind die heilige Stimme des Schöpfers des Universums oder die Stimme des Göttlichen. Der Begriff "Verbanti" oder die Worte des Göttlichen, vom Beginn des Universums an, bezieht sich auf die Veden.

Die Veden sind die heiligen Schriften der alten Ursprungs Arier/Indogermanen und begannen als mündliche Überlieferung, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde, bevor sie schließlich zwischen 1500 und 500 v. u. Z. (vor unserer Zeitrechnung) in vedischem Sanskrit verfasst wurden. Es wird angenommen dass die Veden am Anfang des Universums entstanden sind.

Die Veden gelten als die ursprünglichste und älteste erhaltene Literatur der Welt. Der Begriff Veda leitet sich von der Wurzel ‘Vid’ ab, was “wissen” bedeutet. Somit bedeutet das Wort Veda “Das heilige Wissen”.

Die vedische Sprache

Sanskrit entstand als vedisches Sanskrit bereits 1700-1200 vor unserer Zeitrechnung und wurde als Teil der vedischen Gesangstradition mündlich erhalten. Sanskrit, die älteste aller Sprachen, ist die Sprache in der die Veden verfasst sind. Das vedische Sanskrit ist eine in sich geschlossene Sprache mit einer spezifischen Grammatik und Satzrhythmus, die über die Jahrhunderte hinweg unverändert geblieben sind. Die Veden haben ihren Ursprung vor Äonen, seit Urzeiten, und wurden zum ersten Mal in Sanskrit rezitiert, was darauf hindeutet dass Sanskrit so alt ist wie die Veden. Wir wissen, dass die meisten Sprachen der Welt sich durch die freie Entlehnung von Wörtern aus anderen Sprachen erweitert und bereichert haben. Das vedische Sanskrit hingegen ist eine in sich geschlossene Sprache mit einer eindeutigen Grammatik und Satzrhythmus, die sich im Laufe der Zeit nicht verändert haben. Wir sprechen hier von dem Sanskrit der Veden, das sich von dem Sanskrit unterscheidet, das später als Gesellschaftssprache verwendet wird. Das vedische Sanskrit ist die Sprache der Veden, der ältesten Schriften des Hinduismus.  Die Kenntnis des Sanskrit wurde während und nach der vedischen Periode zu einem Zeichen für eine hohe gesellschaftliche Stellung.

Der weite Bereich der Veden

Die Veden, die hauptsächlich aus Hymnen bestehen, wurden der Menschheit von großen Weisen/Rishis übermittelt, die Zugang zur direkten Wahrnehmung der Wirklichkeit hatten.
 
In der Urzeit wurden die Hymnen mündlich überliefert, später aber, als sie schriftlich verfasst waren, hatte ihre Rezitation eine Qualität der Verschiedenartigkeit, besonders im Stil. Wenn man eine vedische Hymne hört, vermittelt der Klang sofort etwas großartiges, kraftvolles und heiliges. Andererseits ist ihre Bedeutung schwieriger zu verstehen, selbst für sehr geübte Sanskrit-Kenner. Sie enthalten mehrere Bedeutungsebenen, die vom scheinbar Banalen bis hin zum höchst Spirituellen reichen; die tiefen Bedeutungsstufen zu erkennen ist weitgehend verloren gegangen, aber eine regelmäßige und hingebungsvolle Sadhana kann sie wieder  offenlegen.

Das Zeitalter der Veden

Da es sich um Offenbarungen des Göttlichen selbst handelt das "Ewig" ist, können wir die Veden ebenfalls als Ewig betrachten. Die menschliche Neugier veranlasst jedoch viele dazu nach dem Alter der Veden zu forschen, nicht nur in Bharat–Indien, sondern auch im Ausland. Sie fanden es unmöglich das genaue Datum der Veden zu bestimmen. Dennoch haben viele Gelehrte Altersschätzungen vorgenommen. Nach Ansicht einiger weniger gehen die Veden auf mehrere tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung zurück. Während Sprachexperten und Astronomen das Alter der Veden auf 4000 Jahre schätzen, sagen Archäologen es sind 5000 Jahre. Maeterlinck    meint dass sie mindestens einige hunderttausend Jahre alt sein könnten. Mahārishi Dayananda erklärt in seinem Buch Satyarth Prakash dass die Veden, wenn man bedenkt dass bisher 6 Manvantaras und 28 Chathuryugas vergangen sind, mindestens 1.960.853.000 Jahre alt sein müssten!
 
Die vedische Aussage “Ananta vai Vedaha” bedeutet dass die Veden unendlich sind. Eine interessante Episode aus dem Kātaka Praśna (Yajur Veda) veranschaulicht dies. Mit dem Segen von Gott Indra führte der Weise Bharadwaja drei Lebensspannen lang Veda adhyayana durch. Darüber erfreut, erschien das Göttliche vor ihm und erteilte einen Segen. Der Weise Bharadwaja bat das Göttliche ihm noch eine weitere Lebensspanne zu gewähren, damit er das Adhyayana der restlichen Veden vollenden könne. Das Höchste Göttliche lächelte und zeigte ihm einen Berg von Veden, von dem er drei Handvoll Erde nahm und zu dem Weisen sagte: “das ist alles was du bis jetzt gelernt hast”. Dies zeigt die enorme Grösse der Veden, die es unmöglich macht sie in der Zeit zu lernen die einem zur Verfügung steht.
 
In Anbetracht all dessen sollten wir zu dem Schluss kommen, dass keine wissenschaftliche Forschung das genaue Alter der Veden bestimmen kann da die Veden jenseits der ausgefeiltesten Methoden der modernen Wissenschaften liegen. Sie sind göttlich und allgegenwärtig.
 
उत्तिष्ठ जाग्रत प्राप्य वरान् निबोधत
क्षुरस्य धारा निशिता दरत्यया दुर्गं पथस्तत्कवयो वदन्ति।।“
 
“uttiṣṭhata jāgrata prāpya varānnibodhata |
kṣurasya dhārā niśitā duratyayā durgaṁ pathastatkavayo vadanti ||”
 
Erhebe dich, Erwache aus dem tiefen Schlaf der Unwissenheit! Nähere dich den Großen Wesen um das Brahman zu lernen und zu erkennen. Die Weisen sagen dass der Weg zum Wissen von Brahman schwer zu beschreiten und schwierig zu folgen ist, wie die scharfe Kante eines Rasiermessers.
 
“śṛṇvantu viśve amṛtasya putrā ā ye dhāmāni divyāni tasthuḥ ”
शृण्वन्तु विश्वे अमृतस्य पुत्रा ये
  धामानि दिव्यानि तस्थुः”
 (Śvetāśvatara Upaniṣad, Kapitel II, Vers 5)
 
Die Upanishaden des alten Bharat-Indien preisen den Menschen als “Kinder der Unsterblichkeit”.
 
शृण्वन्तु/ śṛṇvantu = Zuhören/hören, बिश्वे/ viśve = in der Welt, अमृतस्य/Amritasya = der Unsterblichkeit, पुत्रा/Putra = Kinder.
 
Bedeutung: “Hört zu, O Kinder der Unsterblichkeit oder der Unsterblichen Glückseligkeit”. Möget ihr in euren göttlichen Zielen gut verankert sein! O ewige Kinder von Prajapati (dem Höchsten)! In der vedischen Tradition wurde geglaubt, dass nicht der Mensch sondern sein Körper stirbt, der Mensch stirbt nie. Er ist unsterblich; er ist der “Sohn der Unsterblichkeit”.

Vedische Propagierung

Die Veden müssen verbreitet werden, damit sie nicht im Laufe der Zeit verloren gehen.  Das Ziel ist es, das Neue zu schaffen für die Geburt einer neuen Menschheit, während die Welt sich durch große Kriege, unmenschliches Verhalten, Vergiftung der Natur usw. selbst vernichtet. In diesen Zeiten ist es erforderlich sich zu verändern und ein neues System für die menschliche Existenz im Universum zu schaffen. In dieser utopischen Zukunft in der es keinen Konflikt zwischen den Religionen gibt, wird es eine Existenz der Brüderlichkeit, der Gleichheit und notwendigerweise des Wissens um das Göttliche geben. Alle diese Dinge sind von grundlegender Bedeutung, die 3 zusammen sind als Dharma bekannt. Seit Anbeginn der Zeit, d.h. der Reise des Lebens der Menschheit, gibt es in Bharat-Indien eine heilige Grandha (Schriften oder Texte) für Dharma, bekannt als Veden. Die authentischsten Lehren, die auf dem Dharma basieren, können nur in den Veden gefunden werden.

Das indische Volk folgte den Veden und lebte nach den dharmischen Prinzipien. Aufgrund der widrigen und widersprüchlichen Umstände der Zeit haben die Inder wie auch die gesamte Menschheit aus verschiedenen Gründen ihren Weg oder ihren Lebenszweck vergessen.
 
Alle großen Meister, Rishis und Yogis arbeiten daran die Menschheit zu den heiligen Prinzipien zurückzubringen, die in den Veden gelehrt werden und die Menschen mit dem Göttlichen und der Göttlichkeit zu verbinden. Das ist das Werk von erleuchteten Wesen und der Rishis, der Yogis.
 
Unser Ziel ist es, Ihnen mit dieser Website das Wissen der Veden wieder nahe zu bringen.

Wir möchten ein Bewusstsein für unsere Vergangenheit schaffen und dafür, wie unsere Vorfahren die Traditionen und die Kultur gelebt haben.  
In den Veden heißt es, dass seit der Zeit der Schöpfung alles bereits gegeben ist. Es ist in euch geschrieben. Große Meister kamen zu verschiedenen Zeiten auf die Erde, um der Menschheit ein Bewusstsein für das in der Seele verborgene Wissen zu geben.
 
स्वस्तिप्रजाभ्यः परिपालयंतां, न्यायेन मार्गेण महीं महीशाः
गोब्राह्मणेभ्यः शुभमस्तु नित्यं, लोकाः समस्ताः सुखिनोभवंतु
शान्तिः शान्तिः शान्तिः |
 
Svastiprajābhyaḥ paripālayantāṁ nyāyēna mārgēṇa mahīṁ mahīśāḥ
gōbrāhmaṇēbhyaḥ śubhamastu nityaṁ lōkāḥ samastāḥ sukhinōbhavantu
ōm̐ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
 
"Mögen alle Wesen Glück haben; Mögen die Regierenden, die die Erde führen, die Menschen auf den rechten Weg lenken; Mögen die Kenner der Veden und alle Wesen glücklich sein. Mögen alle Wesen in allen Welten in Freude leben; Friede, Friede, Friede sei mit allen, überall und in allen Situationen!"